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14.12.2018

Entwicklungsprojekt G A I A startet

Jena, im Dezember 2018

Mit Start zum 01.01.2019 wurde unser Projekt G A I A (Digitaler Planungsbaukasten für die Erschließung Geogener Strukturen zur Abspeicherung von Induzierter Anthropogener Wärme) bewilligt. Mit dem Verbundvorhaben entwickeln wir ein digitales Planungssystem zur effizienten Nutzung anthropogener Überschusswärme durch deren Ein- und Ausspeicherung in besonders geeignete geogene Untergrundstrukturen.  G A I A ist innerhalb der Thüringer Regionalen Innovationsstrategie RIS3 dem Spezialisierungsfeld ‚Nachhaltige Energie- und Ressourcenverwendung‘ zuzuordnen.

Die Bewilligung des Projektes wurde im Hause JENA-GEOS® mit großer Befriedigung aufgenommen. ‚Mit  G A I A  schlagen wir den Bogen von unserer Geokompetenz zur steigenden Nachfrage nach Geo-Wärmespeichern‘, erläutert Projektinitiator und Geschäftsführer Andreas Schaubs. ‚Mit diesem Projekt werden wir es schaffen, Überschusswärme beispielsweise aus Solarthermie, aus Prozessen, wie auch aus P2H in bislang weitgehend ungenutzten geogenen (Groß-)Speicherstrukturen für eine bedarfsgerechte und elastisch ausgelegte kostengünstige Wärmebereitstellung bereitzustellen

Lösungsansatz des Projektes ist eine interdisziplinäre Verschränkung zwischen Strukturgeologie, Lithologie, Geothermie sowie Hohlraumkunde mit gekoppelter THM-Simulation, Optimierung und Probalistik auf der Basis parametrischer Simulationsmodelle und Betriebswirtschaft. Für die Transdisziplinarität sorgt bereits die Zusammensetzung des Konsortiums: einziger Verbundpartner ist die DYNARDO (Dynamic Software & Engineering) GmbH. Beide Mittelständler haben vordergründiges Interesse an einer alsbaldigen Verwertung der Ergebnisse, da ihnen aus ihrer Geschäftstätigkeit der wachsende Markt bei der Wärmespeicherung bewusst ist.
Die Verbundpartner stellen sich dabei auch (selbst-)bewusst dem Anspruch des RIS3-Leitziels, als thüringische Mittelständler Innovationsführer für die Entwicklung, Design, Umsetzung und Betrieb von nachhaltigen Wärmebereitstellungssystemen und -komponenten auf der Basis prädestinierter Geo-Strukturen zu werden.

Das Akronym  G A I A  als Name für die Mutter Erde in der griechischen Mythologie haben wir bewusst gewählt, denn es soll den Beitrag der Geowissenschaften für eine nachhaltige zukunftssichere Energieversorgung verdeutlichen‘, meint Projektleiter und Geschäftsführer Dr. Kersten Roselt. Und: ‚Für den Teil unserer Unternehmensstrategie, der sich sowohl den energetischen Geo-Themen als auch dem energetischen Stadtumbau widmet, ist G A I A beiderseits wichtig, weil es beiden zur Verfügung steht‘.  Neben den künftig auf Quartiersgröße skalierten dezentralen (vor-Ort-)Wärmeversorgungssystemen bietet die Nutzung geogener (Groß-)Speicherstrukturen durch vorteilhafte Skaleneffekte und Multifunktionalitätsoptionen (Heizen / Kühlen / Abwärmenutzung / Solarthermie / Wärmepumpeneinsatz / P2H) besonders wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Versorgung ganzer Stadtteile oder Gewerbegebiete.