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Auf den Spuren des Terroirs – JENA-GEOS® & Weinfreunde Saale-Unstrut e. V. erkunden Böden der Weinbergslagen am Tag des Geotops 2011

„Mineralisch“, „spritzig“, „erdig“ – lang ist die Liste der Attribute, um den sensorischen Eindrücken bei der Verkostung hiesiger Weine Ausdruck zu verleihen. Um dem Boden als einem wesentlichen Bestandteil des Terroir – Konzeptes auf die Spuren zu kommen, trafen sich am 17. September interessierte Mitglieder des Weinfreunde Saale – Unstrut e.V., um gemeinsam mit dem Bereichsleiter Bodengeologie & Landnutzungsplanung der JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH Herrn Christoph Scheibert eine Exkursion zu ausgewählten Weinbaulagen im unteren Unstruttal zu absolvieren. Anlass der Wanderung war der Tag des Geotops, der seit mehreren Jahren in Deutschland jeweils am 3. Sonntag im September durchgeführt wird und der auf ein zunehmendes Interesse im Lande stößt.
Die Tour führte bei bestem Exkursionswetter von Balgstädt über Freyburg nach Großjena und beinhaltete zahlreiche Zwischenstationen in mehreren Weinbergslagen mit ihren jeweiligen geologischen und bodenkundlichen Eigenarten. So wurden Bodenprofile im Unteren Muschelkalk, im Löss, in verschiedenen Buntsandstein –Formationen sowie im Geschiebemergel vorgestellt und diskutiert. Die mit Peilstange, Flügelbohrer und Kernkisten ausgerüstete Exkursionsgruppe erregte dementsprechend auch eine gewisse Aufmerksamkeit bei Anwohnern und Gästen der Region.
Um die untersuchten Weinbergsböden quasi mit allen Sinnen begreifen zu können, wurden Weine gleicher Rebsorten, Erzeuger und Jahrgänge aus verschiedenen Lagen gegeneinander verkostet. Bei erwartungsgemäß unterschiedlichen Vorlieben der einzelnen Verkoster konnte erlebt werden, wie deutlich sich diese Weine untereinander entsprechend ihrer Lagezugehörigkeit unterscheiden.
Scheibert wies in diesem Zusammenhang auch auf zahlreiche Irrtümer und Unsicherheiten bei der geologisch - bodenkundlichen Zuordnung einiger Weinbaulagen im hiesigen Anbaugebiet hin.
Nach einigen Lagen im weingeografischen wie im übertragenen Sinne waren sich alle Teilnehmer darüber einig, wie fröhlich Wissenschaft sein kann, um mit den Worten des Philosophen Nietzsche zu sprechen.

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